🗊 Презентация Frühneuhochdeutsch (1350-1650)

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Слайды и текст этой презентации


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Frühneuhochdeutsch 1350-1650
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Frühneuhochdeutsch 1350-1650

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Historischer Hintergrund Im Jahre 1453 wurde Konstantinopel durch die Türken eingenommen und zwang viele byzantinische Gelehrte zur Flucht nach...
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Historischer Hintergrund Im Jahre 1453 wurde Konstantinopel durch die Türken eingenommen und zwang viele byzantinische Gelehrte zur Flucht nach Italien. Johannes Gutenberg entwickelte 1455 den Buchdruck mit beweglichen Lettern und beschleunigte damit die Verbreitung von Büchern. 1492 wurde Amerika von Christoph Kolumbus wiederentdeckt. Durch Kopernikus (1473-1543) setzte sich das heliozentrische Weltbild durch. Johannes Kepler (1571-1630) entdeckte die Planetenbewegung. Durch Martin Luthers Thesen wurde die Reformation ausgelöst. Im Reichstag zu Worms 1521 wurde er daraufhin geächtet. Seine Bibelübersetzung trug wesentlich zur Durchsetzung der neuhochdeutschen Sprache bei. 1555 kam es zum Religionsfrieden, doch dieser konnte die Gegenreformation nicht aufhalten. Niedergang der universellen Autorität von Kirche und Kaiserreich Herausbildung von Territorialstaaten mit zentralisierter Verwaltung „Kleinstaaterei“ Aufschwung der Städte Zentren des Kultur- und Sprachaustausches Buchdruck: erstes „Massenmedium“

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Das Heilige Römische Reich
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Das Heilige Römische Reich

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Historischer Hintergrund
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Historischer Hintergrund

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Historischer Hintergrund Entwicklung der Wissenschaft und Bildung. Gründung der ersten Universitäten auf deutschem Boden: die Universität Prag,...
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Historischer Hintergrund Entwicklung der Wissenschaft und Bildung. Gründung der ersten Universitäten auf deutschem Boden: die Universität Prag, gegründet von Kaiser Karl IV. im Jahre 1348; die Universität Wien (1365) die Universität Heidelberg (1386). Erfindung des Buchdrucks von Johannes Gutenberg um 1446. Durchdringen der Ideen der Renaissance und des Humanismus nach Deutschland seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Anfänge der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der deutschen Sprache: deutsch-lateinische Wörterbücher Dictionarium latino-germanicum von Petrus Dasypodius (1535) und Dictionarium latino-germanicum von Johannes Frisius (1541); Grammatiken (zum Beispiel Ein Teutsche Grammatica von Valentin Ickelsamer (1534)) und Handbücher der Rechtschreibung (zum Beispiel Orthographia von Fabian Frangk aus dem Jahre 1531) Sprachgesellschaften: Die Fruchtbringende Gesellschaft wurde 1617 von Fürst Ludwig von Anhalt gegründet. Sie hatte 890 Mitglieder. Sie war die bedeutendste Sprachgesellschaft. Die Aufrichtige Gesellschaft von der Tanne wurde 1633 gegründet. Die Deutschgesinnte Genossenschaft wurde 1642 von Philipp von Zesen gegründet. Sie hatte 207 Mitglieder. Der Pegnesische Blumenorden wurde 1644 von Georg Philipp Hars-Dörffer gegründet und hatte 117 Mitglieder.

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Medienrevolution: Buchdruck
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Medienrevolution: Buchdruck

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Martin Luther (10.11.1483 in Eisleben, † 18.02.1546 ebenda)
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Martin Luther (10.11.1483 in Eisleben, † 18.02.1546 ebenda)

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Binnengliederung des FNHD (nach Schmidt 2004) 1) Älteres FNHD: 1350 – 1500 2) Kern-FNHD: 16. Jh. 3) Jüngeres FNHD: 1600 – 1650
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Binnengliederung des FNHD (nach Schmidt 2004) 1) Älteres FNHD: 1350 – 1500 2) Kern-FNHD: 16. Jh. 3) Jüngeres FNHD: 1600 – 1650

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Einflüsse aus den Quellen: Sprache der Kanzleien (regionale und überregionale Zentren des administrativen Schriftverkehrs) Sprache der Reformation,...
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Einflüsse aus den Quellen: Sprache der Kanzleien (regionale und überregionale Zentren des administrativen Schriftverkehrs) Sprache der Reformation, insbesondere Martin Luthers Bibelübersetzung; Barocke Sprachgesellschaften Normierende Grammatiken (z.B. Ickelsamer, Kolroß, Frangk, Schottelius)

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Druckersprachen Oberdeutsche Druckersprachen die bayerisch-österreichische mit Ingolstadt und Wien die schwäbische mit Augsburg, Ulm und Tübingen die...
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Druckersprachen Oberdeutsche Druckersprachen die bayerisch-österreichische mit Ingolstadt und Wien die schwäbische mit Augsburg, Ulm und Tübingen die alemannische mit Basel, Zürich und Straßburg die ostfränkische mit Nürnberg, Bamberg und Würzburg Mitteldeutsche Druckersprachen die westmitteldeutsche mit Frankfurt, Mainz, Worms und Köln die ostmitteldeutsche mit Wittenberg, Erfurt und Leipzig

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Vergleich der Druckersprachen („Narrenschiff“ von Sebastian Brant“) Basel (Urtext)
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Vergleich der Druckersprachen („Narrenschiff“ von Sebastian Brant“) Basel (Urtext)

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Lautung a) Fnhd. Diphthongierung mîn niuwes hûs > mein neues Haus ( mhd. [i:], [y:], [u:] > fnhd. ei [aı], eu [oy], au [au]) b) Fnhd....
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Lautung a) Fnhd. Diphthongierung mîn niuwes hûs > mein neues Haus ( mhd. [i:], [y:], [u:] > fnhd. ei [aı], eu [oy], au [au]) b) Fnhd. Monophthongierung liebe guote brüeder > liebe gute Brüder (mhd. ia, uo, üe > fnhd. [i:], [u:], [y:]) historische Schreibung bei oft beibehalten! c) Dehnung von Kurzvokalen (v. a. in offener Tonsilbe) vgl. z. B. tra-gen d) Kürzung von Langvokalen vgl. z. B. mhd. brâhte > nhd. brachte e) Rundung (e > ö, i > ü) zwelf > zwölf f) Entrundung (ö > e, ü > i, oi > ei) wörter > Werter (nicht überall), sprützen > spritzen, eröugnen > ereignen, zwüschen > zwischen

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Lautung g) Senkung (aber nicht vor „Nasal + Konsonant“!) sun > sohn, künec > könig; aber: unt – und Nukleussenkung ei > ai (Schreibung oft nach wie...
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Lautung g) Senkung (aber nicht vor „Nasal + Konsonant“!) sun > sohn, künec > könig; aber: unt – und Nukleussenkung ei > ai (Schreibung oft nach wie vor ), ou > au, öu > eu h) Apokope z. B. tage > Tag (Dativ Singular) Synkope maget > Magd, gelouben > glauben g) Palatalisierung von [s]-Lauten zu [∫] vor Konsonanten s+l-, s+m-, s+n, s+p, s+t, s+w Intervokalischer w-Schwund z. B. schouwe > Schau w => b nach r, l, z.B. swalwe > Schwalbe

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Schreibung Großschreibung zur Hervorhebung: z. B. bei Substantiven, Namen, Satzanfängen Interpunktion v. a. durch Virgel, z.B.: … den man mus nicht...
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Schreibung Großschreibung zur Hervorhebung: z. B. bei Substantiven, Namen, Satzanfängen Interpunktion v. a. durch Virgel, z.B.: … den man mus nicht die buchstaben inn der lateinischē sprachen fragē / wie man sol Deutsch redē / wie diese esel thun / sondern / man mus die mutter jhm hause / die kinder auff der gassen / den gemeinen mā auff dem marckt drumb fragen / vn den selbigē auff das maul sehen / wie sie reden / vnd darnach dolmetzschen / so verstehen sie es den / vn mercken / das man Deutsch mit jn redet. oft Ablösung der mhd. -Schreibung durch varn > fahren keine graphematische Kennzeichnung der Auslautverhärtung mehr in Aussprache bleibt Auslautverhärtung erhalten) tac > Tag

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Formenlehre a) Substantive: Kasusnivellierung: weiterer Rücktritt der Kasuszeichnungen. Verfall der Endungen => völliger Umbau des...
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Formenlehre a) Substantive: Kasusnivellierung: weiterer Rücktritt der Kasuszeichnungen. Verfall der Endungen => völliger Umbau des Deklinationssystems => Genuswechsel, z.B.: mhd. dër hirse – nhd. die Hirse Numerusprofilierung: bessere Kennzeichnung der Numeruskategorie, hauptsächlich durch den Umlaut und/oder das Morphem –er, z.B. mhd. diu kloster – nhd. die Klöster

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Deklinationstypen: starke Deklination völlig entwickelt. Unterschied zw. den a- und den ja-Stämmen im N., Akk. Sg. beseitigt: ja-Stämme: a....
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Deklinationstypen: starke Deklination völlig entwickelt. Unterschied zw. den a- und den ja-Stämmen im N., Akk. Sg. beseitigt: ja-Stämme: a. Apokopierung von -e: bette > Bett b. Übergang zur schwachen Deklination; c. schwach > + -n > stark: rücke > Rücken wa-Stämme: w schwindet: mhd. snê – snêwes > - fnhd./nhd. Schnee - Schnees

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Feminine Deklination Hauptmerkmal: Nullflexion in allen Kasus im Singular Die ehemaligen ô- und î- Stämme bereits im MHD. Angleichung von ehemaligen...
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Feminine Deklination Hauptmerkmal: Nullflexion in allen Kasus im Singular Die ehemaligen ô- und î- Stämme bereits im MHD. Angleichung von ehemaligen ô- und n- Stämmen erst im NHD abgeschlossen => Doppelformen im FNHD

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Feminine Deklination
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Feminine Deklination

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Schwache Deklination Kasusendungen in der vorschriftlichen Zeit verloren, stammbildendes Suffix -n bewahrt FNHD: Austritt mehrerer Substantive aus...
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Schwache Deklination Kasusendungen in der vorschriftlichen Zeit verloren, stammbildendes Suffix -n bewahrt FNHD: Austritt mehrerer Substantive aus dieser Deklination: Feminina > feminine Deklination Neutra: > starke Deklination: ôre > Ohr > Feminina: wange – Wange Maskulina > stark: Bezeichnung lebloser Dinge: brunne > Brunnen Bezeichnung von Lebewesen: han(e) > Hahn auf Maskulina eingeschränkt

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Pluralbildung germanische Sprachen: synthetische Flexion: Kasus + Numerus = ein Morphem kein besonderes Morphem zum Ausdruck des Numerus MHD:...
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Pluralbildung germanische Sprachen: synthetische Flexion: Kasus + Numerus = ein Morphem kein besonderes Morphem zum Ausdruck des Numerus MHD: Abschwächung der Vokale in den Endungen > Einbüßen der kasusunterscheidenden Funktion > Endung -e dient nur als Pluralmerkmal

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Formenlehre b) Verben Vereinheitlichung der schwachen Konjugation; Entwicklung der modernen Modusunterscheidung: Umschreibung mit würde für...
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Formenlehre b) Verben Vereinheitlichung der schwachen Konjugation; Entwicklung der modernen Modusunterscheidung: Umschreibung mit würde für Konjunktiv; Ausgleich der Endungen von 1. und 3. Person Plural; Angleichung variierender Personalendungen im Singular: Festlegung der 2. Pers. Sing. auf –st; Wandlungen im Ablautsystem: Diphthongierung Charakter des Vokalwechsels in der I. Ablautreihe; Monophthongierung Charakter des Vokalwechsels in den II., VI., VII. Ablautreihen Ausgleich des Stammvokals der starken Verben: mhd. bieten - bot - buten → nhd. bieten - bot - boten Partizip Perfekt z.T. ohne Prafix ge-, z.B.: bunden; Zunehmender Übergang starker Verben in die schwache Flexion; Entwicklung von Futur I (temporal: Zukunft) und II (temporal und modal) Abgabe des „Rückumlauts“ der meisten mhd. Verben, abgesehen von 6 Verben.

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Satzbau größere Komplexität der syntaktischen Struktur als in früheren Epochen: die Sätze wurden länger, mit einem größeren Anteil der Satzgefüge...
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Satzbau größere Komplexität der syntaktischen Struktur als in früheren Epochen: die Sätze wurden länger, mit einem größeren Anteil der Satzgefüge Ausbau der Nominalgruppe Genitivattribut postnominal: z.B.: der sunnen schein => der Schein der Sonne Nach- und Voranstellung des Adjektivs und Possessivpronomens: den vater almechtigen (L), sun meiner Auslassungen: des Artikels und des Pronomens: die dienst und jungfrowen; der Hilfsverben haben und sein: Hymel und erden werden vergehen aber meyn wort nit vergehen (L) allmähliche Festigung der Verbzweitstellung im Hauptsatz und der Verbletztstellung in Nebensätzen Ausbildung des Satzrahmens /der Satzklammer Neugestaltung des Systems der subordinierenden Konjunktionen Abbau der doppelten Negation. Herausbildung der einfachen Negation mit nicht



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